Mit Sicherheit gut versorgt

Brandenburg
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Häufige Fragen (Versicherte / Beschäftigte)

Betriebsrente (Pflichtversicherung)

  • Anfang Oktober 2020 erfolgte die Umsetzung des Betriebsrentenfreibetragsgesetzes.

    Für alle Rentner/-innen, die ausschließlich eine Betriebsrente erhalten, gilt Folgendes:

    Der Versand der Rentenmitteilungen erfolgt in der 42. Kalenderwoche. Eine Rentenmitteilung erhalten alle Rentner/-innen mit einer Änderung des Zahlbetrages. Die Auszahlung der Nachzahlung erfolgt mit der Zahlung für den Monat November 2020. Die geänderte Höhe des Nettobetrages kann der Rentenmitteilung entnommen werden.

    Die geänderte Berechnung des Beitrages zur Krankenversicherung ab dem 01.01.2020 erläutern wir Ihnen anhand eines Beispiels:

    kranken-und pflegeversicherungspflichtige Bruttorente: 200,00 €

    Prozentsatz Krankenversicherung (unterscheidet sich je Krankenkasse): 15,70 %

    200,00 € - 159,25 € Freibetrag im Jahr 2020 = 40,75 € x 15,70 % = 6,40 €

    Beitrag zur Krankenversicherung ab 01.01.2020: 6,40 €

    Beitrag zur Krankenversicherung bis 31.12.2019: 31,40 € (200,00 € x 15,70 %)

    Die Berechnung des Beitrages zur Pflegeversicherung ändert sich nicht.

    Alle Rentner/-innen, die keine Kranken-und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen, da Ihre kranken-und pflegeversicherungspflichtige Bruttorente unter der in 2020 geltenden Freigrenze in Höhe von 159,25 € liegt, erhalten keine Rentenmitteilung, da sich der Zahlbetrag nicht geändert hat.

    Die Höhe des Freibetrages wird sich zum 01.01.2021 wiederum ändern. Der ab 01.01.2021 gültige neue Freibetrag wird ab diesem Zeitpunkt berücksichtigt, sodass sich Ihre Nettorente zum 01.01.2021 ändern kann. Eine Rentenmitteilung wird hierzu nicht erzeugt werden.

    Für alle Rentner/-innen, die mehr als eine Betriebsrente erhalten, gilt Folgendes:

    Ihre Krankenkasse hat uns einen sogenannten Mehrfachbezug mit Beitragsabführung gemeldet und es werden daher grundsätzlich Beiträge zur Kranken-und Pflegeversicherung abgeführt.

    Zur Berücksichtigung des Freibetrages ab 01.01.2020 erwarten wir in den nächsten Monaten eine Rückmeldung der Krankenkassen.

    Wenn die Rückmeldung der Krankenkasse lautet, dass der Freibetrag in voller oder anteiliger Höhe berücksichtigt werden soll, wird Ihre Betriebsrente neu berechnet und eine Rentenmitteilung mit der Änderung des Zahlbetrages und des Nachzahlungsbetrages versandt.

    Sofern die Krankenkasse keine Berücksichtigung des Freibetrages zurückmeldet, wird keine Rentenmitteilung erzeugt werden, da sich keine Änderung des Zahlbetrages ergibt.

    Wir bitten alle Rentner/-innen mit einem Mehrfachbezug mit Beitragsabführung daher noch um etwas Geduld und von Nachfragen abzusehen.

    Die Entscheidung, ob und in welcher Höhe der Freibetrag berücksichtigt wird, trifft ausschließlich Ihre Krankenkasse, die Ihnen auch diesbezügliche Fragen beantworten kann.

  • Aus der Pflichtversicherung erhalten unsere Versicherten eine monatliche, lebenslange Betriebsrente als Altersrente, Erwerbsminderungsrente bzw. Hinterbliebenenversorgung. Die Höhe der Anwartschaft auf Betriebsrente richtet sich nach den im Leistungsfall erreichten Versorgungspunkten.

  • • Erhöhung der laufenden Renten um 1% pro Jahr – ohne Anrechnung der Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder anderer Betriebsrenten

    • Gleicher Beitrag für Männer und Frauen

    • Regelmäßige Information über den aktuellen Stand Ihrer Rente (Anwartschaftsmitteilung)

    • Soziale Komponenten bei der Betriebsrente, z.B. zusätzliche Versorgungspunkte während der Elternzeit, bei Invalidität

  • Die Betriebsrente kann bei einem Arbeitgeberwechsel innerhalb des öffentlichen oder kirchlichen Dienstes stets fortgeführt werden. Bei Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst haben Sie weiterhin einen Anspruch auf Rente bis zum Eintritt eines Leistungsfalls (z.B. Beginn der Altersrente) und/oder auf Erstattung der eingezahlten Beiträge.

  • Für Arbeitnehmer mit Altersteilzeit-Vereinbarungen erfolgt die Berechnung der Betriebsrente aus den auf 90% hochgerechneten Entgelten.

  • Wir teilen Ihnen in Form einer Anwartschaftsmitteilung jeweils im Folgejahr bzw. bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses die aktuelle Höhe Ihrer zu erwartenden Rente mit.

  • Die Betriebsrente errechnet sich aus Versorgungspunkten. Es wird Ihnen die Leistung zugesagt, die sich ergeben würde, wenn 4 % Ihres zusatzversorgungspflichtigen Arbeitsentgelts als Beitrag vollständig in ein kapitalgedecktes System eingezahlt würden.

    Zur Ermittlung der Versorgungspunkte wird ein Zwölftel Ihres zusatzversorgungspflichtigen Jahresentgelts zu einem Referenzentgelt (1.000 €) ins Verhältnis gesetzt. Zusätzlich wird auch Ihr Alter durch die Multiplikation mit dem entsprechenden Altersfaktor berücksichtigt.

    Formel für die Ermittlung der Versorgungspunkte:

    Entgelt / 1000 € x Altersfaktor = Versorgungspunkte

    Die Altersfaktorentabelle finden Sie in der Satzung.

    Die Versorgungsleistung ergibt sich aus der Multiplikation der Versorgungspunkte mit einem versicherungsmathematisch begründeten Messbetrag. Der Messbetrag beträgt 4 € und ist tarifvertraglich festgelegt.

    Formel für die Ermittlung der Betriebsrente:

    Versorgungspunkte x Messbetrag = Betriebsrente

Freiwillige Versicherung

  • Neben einer monatlichen, lebenslangen Altersrente können wahlweise auch das Risiko einer Erwerbsminderung und/oder eine Hinterbliebenenversorgung ohne Gesundheitsprüfung abgesichert werden.

    Der Beitrag ist frei wähl- und jederzeit zum Folgemonat änderbar.

    Die freiwillige Versicherung kann sinnvoll mit Förderung durch den Arbeitgeber (vermögenswirksame Leistungen) und/oder den Staat (steuerliche und/oder Zulagen- Förderung) kombiniert werden.

  • Eine schon bestehende freiwillige Versicherung können Sie fortführen. Der Antrag dazu ist bis spätestens drei Monate nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei uns zu stellen.

  • Die Höhe der Leistung bestimmt sich nach der Anzahl der Versorgungspunkte sowie durch eine mögliche Überschussverteilung in Form von Bonuspunkten. Zur Ermittlung der Versorgungspunkte werden die in einem Kalenderjahr gezahlten Beiträge durch einen Regelbeitrag von 1500,00 € geteilt und mit einem tabellarischen Altersfaktor multipliziert. Die Altersfaktorentabelle finden Sie in der Satzung. Die monatliche Rentenleistung errechnet sich dann durch die Multiplikation der Summe der bis zum Rentenbeginn erworbenen Versorgungspunkte und Bonuspunkte mit dem Messbetrag von 4 €.

    Formel für die Ermittlung der Versorgungspunkte:

    Freiwilliger Beitrag / 1.500 € x Altersfaktor = Versorgungspunkte

    Formel für die Ermittlung der freiwilligen Versicherung:

    (Versorgungspunkte + Bonuspunkte) x Messbetrag = mtl. Rentenleistung

  • Sie ist günstig
    Es entfallen die Kosten für Vertrieb, Abschlussprovisionen und Dividenden an Aktionäre.

    Sie ist einfach
    Die betriebliche Altersvorsorge wird über Ihren Arbeitgeber abgewickelt und für Sie entfällt die Suche nach einem Finanzdienstleister. Sie erhalten Ihre zusätzliche Altersversorgung aus einer Hand.

    Sie ist sicher
    Betriebsrenten- und Altersvermögensgesetz gewährleisten die rechtliche Sicherheit für die betriebliche Altersversorgung.

    Sie bietet eine hohe Versorgungsqualität
    Die betriebliche Altersversorgung sieht eine Alters-, Erwerbsminderungs- (Invalidität) und Hinterbliebenen-Absicherung vor.

  • Das Punktemodell bietet ein Produkt für die Nutzung einer staatlichen Förderung in Form von steuerlicher und/oder Zulagen- Förderung der Beiträge, Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge oder Steuervorteil in der Rentenbezugsphase..

„Riester“- Rente im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung

  • Für förderfähige Beiträge können Sie Zulagen und eine steuerliche Förderung (Sonderausgabenabzug in der jährlichen Einkommensteuererklärung) beantragen.

    Die staatliche Zulage
    Sie erhalten eine Grundzulage und für jedes Kind, für das Sie Kindergeld beziehen, eine Kinderzulage. Abhängig von der Anzahl der Kinder können sich daher Zulagen in unterschiedlicher Höhe ergeben. Die staatliche Zulage erhöht Ihren Betriebsrentenanspruch.

    Der Sonderausgabenabzug
    Sie können Ihren Eigenbeitrag und die staatlichen Zulagen im Rahmen Ihrer Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Das Finanzamt prüft dann, ob der Sonderausgabenabzug günstiger ist als die Zulagenförderung. Wenn das der Fall ist, ergibt sich daraus eine Steuererstattung, die Ihnen vom Finanzamt ausgezahlt wird.

    Die Leistungen aus der freiwilligen Zusatzrente sind erst ab Rentenbeginn mit Ihrem dann individuellen Steuersatz zu versteuern. Dieser ist meist geringer als im Arbeitsleben.

    Zulagen (jährlich/maximal)

    2002-2003

    • Grundzulage: 38 €
    • Kinderzulage: 46 €

    2004-2005

    • Grundzulage: 76 €
    • Kinderzulage: 92 €

    2006-2007

    • Grundzulage: 114 €
    • Kinderzulage: 138 €

    ab 2008

    • Grundzulage: 175 € (erhöht von zunächst 154 €)
    • Kinderzulage: 185 € (ab 2008 geborenes Kind = 300 €)

    Steuerlich förderfähiger Maximalbeitrag: 2100 € je Jahr

    Achtung: Für die resultierende Rente werden ab 2019 keine Beiträge an Kranken- und Pflegeversicherung mehr erhoben!

  • Bei Personen mit geringem Einkommen und kindergeldberechtigten Kindern kann es sein, dass die Zulagen bereits den Aufwendungen von 4 % entsprechen oder diese gar übersteigen. Dann muss nur ein bestimmter Sockelbetrag geleistet werden, um die volle Zulage zu bekommen. Der Sockelbetrag beträgt 60 € je Jahr.

  • Jeder, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, kann die Förderung in Anspruch nehmen.

    Hierzu zählen insbesondere:

    • Arbeitnehmer und Auszubildende
    • Lohnersatzleistungsempfänger (z.B. bei Krankengeld, Arbeitslosengeld oder -hilfe)
    • Väter und Mütter, die Kindererziehungsleistungen erbringen (für jedes Kind maximal bis zu 3 Jahren)
    • Geringfügig Beschäftigte, die auf die Versicherungsfreiheit verzichtet haben
    • erwerbsgeminderte Personen

    Keinen Anspruch auf die Förderung haben:

    • Personen, die in einer berufsständischen Versorgung versichert sind (z.B. Ärzte und Apotheker)
    • Personen, die freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind
    • Rentner
    • Geringfügig Beschäftigte, die versicherungsfrei sind

  • Sie zahlen die Beiträge an uns über Ihren Arbeitgeber aus Ihrem Nettoentgelt.

    Wir helfen Ihnen bei Ihrem persönlichen Antrag auf Zulagenförderung. Hierzu übersenden wir Ihnen nach Ablauf eines Beitragsjahres – zu Beginn des Folgejahres – einen Antrag auf Zulage. Sie füllen den Zulagenantrag aus und senden ihn an uns zurück. Sie können der Zusatzversorgungskasse eine Vollmacht zur Zulagenbeantragung erteilen, so dass der jährliche Antrag in Papierform entfällt. Wir übermitteln die Angaben aus dem Zulagenantrag in elektronischer Form an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen. Diese errechnet die Zulagen und zahlt sie an uns aus. Wir schreiben Ihnen die Zulagen dann in Form von Versorgungspunkten gut.

    Parallel dazu werden Ihre persönlichen Daten elektronisch an Ihr Finanzamt übermittelt, das dann Ihren Anspruch auf Steuererstattung ermittelt und in Ihrem Einkommensteuerbescheid berücksichtigt.

    Achtung: Ab dem Beitragsjahr 2017 ist die Angabe der Steuer-Identifikationsnummer auch für den Ehegatten des Anlegers ein Pflichtfeld.

Bruttoentgeltumwandlung

  • Entgeltumwandlung ist eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, zukünftig einen Teil der Bruttobezüge in eine wertgleiche Anwartschaft auf eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln. Einzahlungen bis zu einer Obergrenze von 4 v.H. der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG) sind steuer- und sozialabgabenfrei für Arbeitgeber und Beschäftigte.

  • Arbeitnehmer im kommunalen öffentlichen Dienst haben einen gesetzlichen und tarifvertraglichen Anspruch darauf, dass ihnen der Arbeitgeber Zugang zur Entgeltumwandlung verschafft. Auch Auszubildende, geringfügig Beschäftigte, die nicht auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichtet haben, sowie Arbeitnehmer, die in einem berufsständischen Versorgungswerk (z. B. Ärzteversorgung) versichert sind, besitzen einen tarifvertraglichen Umwandlungsanspruch.

    Beschäftigte von Arbeitgebern, die einem anderen Tarifvertrag unterliegen, haben nur dann einen Anspruch auf Entgeltumwandlung, wenn der jeweilige Tarifvertrag eine diesbezügliche Tariföffnungsklausel enthält.

    Bei Arbeitgebern, die nicht an einen Tarifvertrag gebunden sind, oder für außertariflich beschäftigte Arbeitnehmer ergibt sich der Anspruch auf Entgeltumwandlung unmittelbar aus dem Gesetz (§ 1a Abs. 1 BetrAVG). Nichttarifgebundene Arbeitnehmer, die einem berufsständischen Versorgungswerk angehören, haben zwar keinen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung, können diese aber mit dem Arbeitgeber vereinbaren.

  • Der besondere Reiz liegt darin, dass das für die Altersvorsorge aufgewendete Entgelt in der Regel steuerfrei ist und darüber hinaus sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber für diese Beiträge keine Anteile zur Sozialversicherung zu leisten haben.

  • Umwandelbar sind ausschließlich zukünftige Entgeltbestandteile. Nach dem Tarifvertrag sind alle Entgelte (also beispielsweise auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld) umwandelbar.

  • Laut Gesetz sind nur Beiträge aus dem ersten Arbeitsverhältnis steuerbefreit. Als erstes Arbeitsverhältnis gilt eine Beschäftigung, für die Lohnsteuer nicht nach der Steuerklasse VI erhoben wird.

  • Grundsätzlich können Entgelte in unbegrenzter Höhe in eine wertgleiche Versorgungsanwartschaft umgewandelt werden. Steuer- und sozialversicherungsfrei bleibt ein Umwandlungsbetrag von höchstens 8% der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung. Dabei ist der vom Arbeitgeber im Rahmen der Pflichtversicherung zu leistende Zusatzbeitrag einzuberechnen und vorrangig steuerfrei zu behandeln.

    Der 4% der BBG übersteigende Betrag ist allerdings sozialversicherungspflichtig.

  • Ja, die Steuerfreiheit kann in vollem Umfang in Anspruch genommen werden, unabhängig vom Beginn oder dem Ende der Beschäftigung.

  • Durch eine Entgeltumwandlung erfolgt keine Verringerung des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts.

  • Durch die Entgeltumwandlung verringert sich das Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung. Im Regelfall - bei allen Versicherten, deren Entgelt unter den Beitragsbemessungsgrenzen der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung bzw. der Kranken- und Pflegeversicherung liegt - vermindern sich dadurch die tatsächlichen Zahlungen an die verschiedenen Zweige der gesetzlichen Sozialversicherung. Beitragsbezogene Ansprüche gegenüber den Sozialversicherungsträgern (z.B. Krankengeld der gesetzlichen Krankenkassen, Arbeitslosengeld der Bundesanstalt für Arbeit, Rentenansprüche der gesetzlichen Rentenversicherungsträger, etc.) werden dementsprechend reduziert. Im Regelfall werden aufgrund der besseren Renditeerwartung in der freiwilligen Zusatzversicherung die Verringerungen jedoch mehr als kompensiert.

  • Arbeitnehmer, die ein Gehalt beziehen, das knapp über der Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung liegt, sollten die Folgen einer Entgeltumwandlung bedenken. Wenn durch die Entgeltumwandlung das Bruttoentgelt unter die Versicherungspflichtgrenze der Krankenversicherung absinkt, tritt sofort die Krankenversicherungspflicht wieder in Kraft. Die Versicherungspflicht beginnt bereits zu dem Zeitpunkt, zu dem das Absinken absehbar ist; also auch für den Fall, in dem die Umwandlungsvereinbarung wesentlich früher abgeschlossen wird, als der Umwandlungsbetrag vom Gehalt abgezogen wird.

    Beispiel: Die Vereinbarung über die Entgeltumwandlung aus dem Weihnachtsgeld wird schon im Februar abgeschlossen; sie führt zur Versicherungspflicht ab Februar, auch wenn erst durch die Entgeltumwandlung im November die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung unterschritten wird.

  • Grundsätzlich ist die Entgeltumwandlung auch bei Altersteilzeit möglich. Durch die Entgeltumwandlung vermindert sich das sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt und damit in aller Regel auch die Bemessungsgrundlage für die Aufstockungsleistungen. Ob aber auch tatsächlich Einbußen bei den Aufstockungsleistungen entstehen, kann nur an Hand der Umstände des Einzelfalles (z.B. Abhängigkeit von Steuerklasse) beurteilt werden. Auch ist die Rentabilität bei Abschluss einer freiwilligen Versicherung zu Altersteilzeitbeginn wegen der kurzen Laufzeit bis zum Rentenbeginn genau zu prüfen. Daher ist vor Vereinbarung einer Entgeltumwandlung in der Altersteilzeit immer eine eingehende Beratung in der Personalabteilung dringend anzuraten. Wird bei Eintritt in die Altersteilzeit eine Entgeltumwandlungsvereinbarung schon durchgeführt, so bestehen keine Bedenken diese fortzusetzen.

  • Grundlagen des Versicherungsverhältnisses sind die Satzung der Zusatzversorgungskasse des KVBbg und die Allgemeinen Versicherungsbedingen (AVB) für die freiwillige Versicherung über die ZVK-Zusatzrente.

    Bei der Entgeltumwandlung ist der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer des Versicherungsverhältnisses - der Arbeitnehmer ist die versicherte Person und unmittelbar bezugsberechtigt. Beide Vertragsparteien schließen ergänzend zum bestehenden Arbeitsvertrag eine Gehaltsumwandlungsvereinbarung. Die ZVK stellt allen Mitgliedern ein entsprechendes Muster kostenlos zur Verfügung.

    Mit dem Eingang der Anmeldung bei der Zusatzversorgungskasse des KVBbg durch den Arbeitgeber kommt das Versicherungsverhältnis zustande. Im Regelfall erfolgt keine Gesundheitsprüfung.

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhalten nach der Anmeldung jeweils einen Versicherungsschein. Nach dem ersten Jahr des bestehenden Versicherungsverhältnisses erhält jeder Versicherte einmal jährlich eine Anwartschaftsmitteilung.

  • Der Tarifvertrag sieht arbeitsvertraglich eine Mindestfrist von einem Jahr vor. Während dieser Zeit kann der Arbeitnehmer in begründeten Einzelfällen die mit seinem Arbeitgeber bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarung ändern.

    Unabhängig davon wird mit dem ersten eingezahlten Beitrag eine sofort unverfallbare Anwartschaft erworben, die im Leistungsfall zu einer Rentenleistung führt. Beendet der Arbeitnehmer die Entgeltumwandlungsvereinbarung mit seinem Arbeitgeber und zahlt er keine Beiträge auf anderem Wege ein, wird das Versicherungsverhältnis beitragsfrei gestellt. Die erworbenen Anwartschaften auf Rentenleistungen bleiben erhalten. Der Versicherte hat das Recht, die Zahlung jederzeit wieder aufzunehmen.

  • Der Arbeitgeber hat eine Verpflichtung zur Beitragszahlung nur, soweit der Arbeitnehmer Anspruch auf Arbeitsentgelt hat. Wenn das Arbeitsverhältnis ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt fortbesteht (z.B. bei Elternzeit oder bei Wegfall des Lohnfortzahlungsanspruchs im Krankheitsfall), kann der Arbeitnehmer den Beitrag selbst zahlen (in diesem Fall entfällt die steuerliche Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG) oder bei Wiederaufnahme des Entgeltbezugs im gleichen Kalenderjahr vom Arbeitgeber nachzahlen lassen.

  • der Arbeitnehmer kann die freiwillige Versicherung in der Zusatzversorgungkasse des KVBbg auch nach seinem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis fortführen, wenn er dies innerhalb von drei Monaten nach Ende des Arbeitsverhältnisses bei der Zusatzversorgungskasse des KVBbg beantragt.

    Wenn ein neues erstes Beschäftigungsverhältnis bei einem Mitglied eingegangen wird, das ebenfalls einen Gruppenversicherungsvertrag mit der Zusatzversorgungkasse des KVBbg abgeschlossen hat, kann der Versicherungsvertrag problemlos auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden.

    Entsteht mit dem Arbeitgeberwechsel eine Pflichtversicherung bei einer anderen Zusatzversorgungseinrichtung, kann der Versicherte verlangen, dass seine Anwartschaft aus der freiwilligen Versicherung übertragen wird.

    Wird der Versicherte bei einem Arbeitgeber tätig, der nicht Mitglied der Zusatzversorgungkasse des KVBbg ist, kann der Versicherte die freiwillige Versicherung auch mit eigenen Beiträgen fortführen (Frist beachten!). Diese sind dann aus dem versteuerten Arbeitslohn zu zahlen. Er erhält einen neuen Versicherungsschein, in dem er als Versicherungsnehmer aufgeführt wird.

    Der Arbeitnehmer hat aber auch die Möglichkeit, die Versicherung ohne weitere Beitragszahlung fortbestehen zu lassen und im Versicherungsfall Leistungen aus den bis dahin erworbenen Anwartschaften zu beantragen.

  • Service des Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt) zur Steueridentifikationsnummer

    Zum 01. März 2011 hat sich die Rufnummer für die Beantwortung allgemeiner Fragen zur Steueridentifikationsnummer geändert. Ein Service-Team des BZSt ist von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Rufnummer 0228/406-1240 erreichbar.

    Die Steueridentifikationsnummer ("Steuer-ID") ersetzt die für die Einkommensteuer verwendete Steuernummer und ist daher in der Regel auf dem letzten Einkommensteuerbescheid, der Lohnsteuerbescheinigung oder der Lohnsteuerkarte 2010 zu finden. Eine Abgabe der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt ist derzeit auch ohne Steuer-ID möglich. Für die Übermittlung des Altersvorsorgebeitrages nach § 10a EStG durch den Anbieter ist die Steuer-ID allerdings unerlässlich.

    Eine fehlende/unauffindbare Steuer-ID kann über das Eingabeformular des BZSt erneut angefordert werden. Die ID wird aus datenschutzrechtlichen Gründen dann ausschließlich per Brief mitgeteilt.

 
 

Besucheranschrift

KVBbg
-Zusatzversorgungskasse-
Rudolf-Breitscheid-Str. 64
16775 Gransee

Tel. (0 33 06) 79 86 - 2010



Servicezeiten der ZVK

Montag, Dienstag, Donnerstag:
08.00 Uhr - 12.00 Uhr
13.00 Uhr - 15.00 Uhr
Freitag
08:00 Uhr - 12.00 Uhr